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Verarbeitung (Orthomosaik, DSM)

Die Verarbeitung ist DroneFields wichtigste Operation: aus den Drohnenbildern entstehen das Orthomosaik (einheitliches, orthorektifiziertes RGB-Bild), das DSM (Höhenmodell) und — falls angefordert — die multispektralen Vegetationsindizes.

Die Verarbeitung läuft vollständig lokal: keine Cloud, keine Warteschlange, deine Daten verlassen deinen Rechner nicht.

In Aktion: 1.782 Phantom-4-Multispectral-Bilder, verarbeitet in 20 Sekunden auf einem MacBook M4:

  1. Öffne dein Projekt, das bereits importierte Bilder enthält.
  2. In der rechten Spalte unter Aktionen klicke auf Verarbeiten.
  3. Das Panel Verarbeitungseinstellungen öffnet sich.

Drei Hauptdinge sind einstellbar:

Die GSD = Ground Sampling Distance, also wie viele Zentimeter ein Pixel des finalen Orthomosaiks in der Realität abdeckt. DroneFields unterstützter Bereich:

  • Minimum: 3 cm/px
  • Maximum: 20 cm/px

Drei Vorschläge findest du, aber jeder Wert innerhalb des Bereichs ist möglich:

EinstellungGSD (cm/px)Wofür gut
Präzisionslandwirtschaft3 – 10NDVI-Analyse, detaillierte Untersuchung
Flugplanung5 – 7Empfohlen für drohnen-applizierte VRA-Karten
Schnellüberblick15 – 20Schnelle Übersicht, Validierung des Flugpfads

Empfohlene Werte je nach Ziel:

  • Drohnen-applizierte Ausbringungskarte: 5–7 cm/px
  • Boden- (Traktor-) Ausbringung: 10 cm/px
  • NDVI-Analyse: 3–5 cm/px

Je kleiner die GSD (z. B. 3 cm/px), desto:

  • Detailreicher das finale Orthomosaik
  • Größer die Dateigröße
  • Langsamer die Verarbeitung (2–4× Zeit)

5 cm/px ist der Standardwert für die meiste landwirtschaftliche Arbeit.

Nur sinnvoll, wenn deine Drohne P4M oder M3M ist. Aktiviert:

  • Jeder Vegetationsindex (NDVI, GNDVI, NDRE) wird automatisch erzeugt
  • Die MS-Bänder (G, R, RE, NIR) werden als separate Schichten orthorektifiziert
  • Die Verarbeitungszeit wächst um ~40% (Multi-Band-Render)

Bei RGB-only-Drohnen ist dieser Schalter inaktiv.

Aktiviere bei hügeligem Gelände. Dann:

  • Doppelte Anzahl Tie-Points zwischen Bildern
  • Feineres DSM-Raster (½ Zellgröße) — präziseres Gelände
  • 3D-Geländeoberfläche ebenfalls feiner (siehe 3D-Karte)
  • Die Verarbeitung ist ~50% langsamer

Auf flachem Gelände (z. B. die Ungarische Tiefebene) nicht aktivieren — verlangsamt unnötig.

Unterhalb des Geländemodus. Ist der Schalter aktiv, werden die Quellbilder in höherer Auflösung verarbeitet — das Orthomosaik bleibt so beim Hineinzoomen schärfer. Lohnt sich, wenn die Bildqualität zählt — rechne aber mit rund 2× längerer Verarbeitung, mehr Speicherbedarf (die Zeitschätzung berücksichtigt das) und bei großen Feldern mit einer deutlich größeren Ausgabedatei. HQ-Projekte tragen in der Projektliste ein violettes HQ-Badge. Auf Rechnern mit weniger Speicher reduziert die App die Auflösung automatisch, statt abzubrechen.

Zwei Startoptionen — Starten vs. Schnellverarbeitung

Abschnitt betitelt „Zwei Startoptionen — Starten vs. Schnellverarbeitung“

Unten am Panel zwei Schaltflächen:

Die präzise, industriequalitätige Verarbeitung. Nutze sie für das finale Orthomosaik, NDVI-Analyse, Ausbringungskarte, Bericht — kurz, jede Arbeit, bei der Präzision zählt.

Zeit: Die Verarbeitung einer 100-Bild-Mavic-3-M-RTK-RGB-Aufnahme dauert weniger als 40 Sekunden auf einem Intel i9 / 16 GB RAM / Windows-Rechner (6 cm GSD) und weniger als 30 Sekunden auf einem Mac M4 / 24 GB RAM / macOS 26 (5 cm GSD); die multispektrale Verarbeitung erhöht die Laufzeit um etwa 40-60%.

Deutlich schneller, vereinfachter Modus — ca. 30 Sekunden – 2 Minuten für 200 Bilder. Nutze, wenn:

  • Vor Ort willst du ein schnelles Übersichtsbild prüfen
  • Nur die Flugabdeckung interessiert dich (ist jeder Bereich abgedeckt?)
  • Präzise Ausrichtung ist keine Voraussetzung

Das Ergebnis beider Modi ist gleich strukturiert — du kannst es danach jederzeit im präzisen Modus erneut ausführen, mit denselben Bildern. Credits/Lizenz werden nicht wiederholt verbraucht: dasselbe Projekt lässt sich unbegrenzt neu starten.

Nach dem Start erscheint ein halbtransparentes Overlay auf der Karte, in der Mitte mit dem Phasen-Anzeiger:

┌────────────────────────────────────────┐
│ ⚙ Positionsverfeinerung läuft… │
│ │
│ ████████████░░░░░░░░░░░░░░░ 62% │
│ │
│ Vergangen: 4 m 12 s · Restzeit: ~2 m │
└────────────────────────────────────────┘

Die Phasen in Reihenfolge:

  1. Bildanalyse — JPEG-Header + XMP-Lesen
  2. Track-Aufbau — Suche übereinstimmender Punkte zwischen Bildpaaren
  3. Positionsverfeinerung — pixelgenaue Optimierung
  4. DSM — Generierung des Höhenmodell-Rasters
  5. Render-Vorbereitung — Atlas-Textur aufbauen
  6. Orthomosaik-Render — finales orthorektifiziertes Bild
  7. Vegetationsindizes (falls angefordert) — NDVI, GNDVI, NDRE
  8. Fertig — Ergebnisse speichern

Die Abbrechen-Schaltfläche stoppt die Verarbeitung am Ende der aktuellen Phase — Teilergebnisse bleiben erhalten, aber weitere Phasen laufen nicht.

Ein paar Tipps:

  • Den Mac kühl halten — bei längeren Verarbeitungen (15+ min) kann der M3 in Thermal-Throttle gehen. Offener Raum, kühle Fläche helfen.
  • Andere Anwendungen schließen — besonders speicherhungrige Adobe-Programme
  • NVMe SSD empfohlen — schnelleres Schreiben der Zwischendateien hilft viel
  • 24+ GB RAM empfohlen für 500+ Bilder
  • Das Einstellungen → Diagnose-Panel zeigt den Speicherverbrauch und die Verarbeitungsstatistiken in Echtzeit

Auf der Karte erscheinen automatisch die neuen Schichten:

  • Orthomosaik — RGB orthorektifiziertes Bild
  • DSM — Höhenmodell (Graustufen + Höhenlinien)
  • NDVI / GNDVI / NDRE (falls angefordert)
  • Flugpfad (grüne Linie)

Das Projekt-Info-Panel rechts zeigt frische Werte:

  • Durchschnittliche GSD (exakter Wert aus der Verarbeitung)
  • Genauigkeit — basierend auf RTK-Statistik
  • Fläche — exakter Hektarwert

Die Verarbeiten-Schaltfläche kann mehrfach im selben Projekt gedrückt werden:

  • Mit neuen Einstellungen (andere GSD, anderer Modus) überschreibt sie die alten Ergebnisse
  • Die Guthaben werden nicht wiederholt verbraucht — eine Projekt-Lizenz wird einmal verbraucht, danach beliebig oft erneut ausführbar

Während der Verarbeitung entstehen Zwischendateien im Layers/-Ordner des Projekts — z. B. 3D-Geländedaten, Tie-Point-Cache, Atlas-Textur. Diese sind nach der Verarbeitung löschbar, wenn du Platz freimachen musst — die Endprodukte (Export/-Ordner) bleiben unabhängig erhalten.

Das Einstellungen → Wartung-Panel räumt sie mit einer Schaltfläche bei jedem Projekt auf.