Ausbringungskarte (VRA)
Die Ausbringungskarte (VRA = Variable Rate Application) ist eine in Zonen unterteilte Prescription Map: in verschiedenen Teilen des Feldes bringst du unterschiedliche Mengen an Material aus (Dünger, Herbizid, Pflanzenschutz). DroneField generiert sie aus dem Vegetationsindex — mit wenigen Klicks.
Wofür gut?
Abschnitt betitelt „Wofür gut?“Das Grundprinzip der präzisen Landwirtschaft: bringe dort mehr aus, wo die Pflanze es wirklich braucht, und weniger oder nichts, wo nicht. Typische Anwendungen:
- N-Düngung — mehr N für schwächeren Bestand
- Herbizid — nur dort, wo Unkraut ist (Spot Spraying)
- Saatgut — bei Reihensaat auf heterogenem Feld
- Bodenproben-Zonierung — das Feld in NDVI-ähnliche Zonen unterteilen, um zu markieren, in welchen Zonen sich Bodenproben lohnen
- Zunächst ist die Verarbeitung nötig — mindestens der Vegetationsindex muss fertig sein.
- Zeichne (oder importiere) eine Feldgrenze (Boundary) — diese gibt die äußere Kontur des Ausbringungsgitters.
- In der Boundary-Toolbar klicke auf Ausbringung.
Unten auf der Karte erscheint ein neues Panel: Ausbringungskarte.
Das Ausbringungs-Panel
Abschnitt betitelt „Das Ausbringungs-Panel“Das Panel enthält Folgendes:
Gittereinstellungen
Abschnitt betitelt „Gittereinstellungen“- Zellengröße — die Größe einer Zelle in Metern. Empfohlen: 5 × 5 m — dies handhabt die meisten Drohnen und Boden- (Traktor-) Maschinen. Ein kleineres Gitter (z. B. 3 × 3 m) ist detailreicher, aber beim Export mehr Zellen; ein größeres Gitter (z. B. 10 × 10 m) ist gröber.
- Drehung — Drehung des Gitters relativ zum Feld. Wenn Feld und Reihen 30° zur Achse geneigt sind, gib diesen Wert hier ein.
- Gitterabdeckung — ob es das Feld vollständig abdeckt (Standard: 100%-Abdeckung)
Der Fortschrittsbalken Gitter wird erzeugt… zeigt an, dass das Panel das Feld gerade neu zoniert.
Im Abschnitt Zonen kannst du eine beliebige Anzahl Zonen definieren. Für jede Zone:
- Name — z. B. Schwacher Bestand (Standard: Zone 1, Zone 2 …)
- NDVI / NDRE / GNDVI-Bereich — welcher Indexbereich zu der Zone gehört
- Dosis — l/ha (flüssig) oder kg/ha (fest, Saatgut)
- Farbe — für die Visualisierung
Mit dem Button Zone hinzufügen legst du eine neue an. Die Zonen kannst du nach oben und unten verschieben (Drag-and-Drop), so dass die Bereiche überlappungsfrei aneinanderfolgen.
Statistik
Abschnitt betitelt „Statistik“Unten am Panel:
- Zone 1: 3,2 ha — die Fläche jeder Zone in Hektar
- Gesamt: 12,5 ha — die Gesamtfläche des Feldes (mit Gitterabdeckung)
Diese werden live aktualisiert, während du die Bereiche modifizierst.
Im Export-Menü des Panels:
XAG Spot Spraying
Abschnitt betitelt „XAG Spot Spraying“Spezialmodus der XAG-Drohnen: das Feld ist in Zonen unterteilt und die Drohne sprüht nur die markierten Flecken punktweise. Optimierte Route, weniger Chemikalien.
Vor dem Export zeigt ein Bestätigungsdialog das endgültige Zonenbild — klicke auf Ja, um es zu finalisieren.
XAG VRA-Präzisionskarte
Abschnitt betitelt „XAG VRA-Präzisionskarte“Klassischer VRA-Modus: die Drohne sprüht kontinuierlich, ändert aber die Dosis pro Zone.
DJI VRA-Präzisionskarte
Abschnitt betitelt „DJI VRA-Präzisionskarte“Für DJI Agras T20 / T30 / T40 / T25 / T50 Drohnen. Selbes Prinzip wie
XAG VRA. DroneField erstellt die vollständige Unterstruktur
Exports/DJI/ (KML/, ShapeFile/, Rx/) — diese kopierst du
unverändert auf das USB-Stammverzeichnis. Details:
Feldgrenzen → Aufbau des Exports-Ordners.
⚠ Exportiere keine eigenständige Boundary-KML für dasselbe Feld, wenn du eine VRA-Karte ausspielst — das begleitende Shapefile der Rx-Karte enthält die Feldgrenze bereits, und der DJI-Controller würde das Feld doppelt auflisten.
Hardi VRA Shapefile
Abschnitt betitelt „Hardi VRA Shapefile“Standard von Hardi und anderen großen Traktor-Spritzgeräten im ESRI-Shapefile-Format (WGS84). Lesbar von jeder europäischen Farm-Management-Software (z. B. CCI 1200, Trimble, Müller).
PNG / JPEG
Abschnitt betitelt „PNG / JPEG“Visuelles Bild der Ausbringungskarte — für Präsentationen, Kunden-E-Mails.
Der Workflow Schritt für Schritt
Abschnitt betitelt „Der Workflow Schritt für Schritt“Ein typischer N-Düngungs-Workflow:
- Befliegung — Drohne startet, M3M, ~5 cm/px (für NDVI sind auch 3–5 cm/px gut), bei gutem Wetter (Mittagsstunden bewölkt).
- Import + Verarbeitung — gemeinsam mit multispektral.
- NDRE-Karte — wechsle auf NDRE im Vegetationsindex-Panel.
- Bereich — z. B. Stress-Preset (0.30–0.65).
- Feldgrenze — zeichne oder importiere die Kontur.
- Ausbringungskarte — Ausbringung-Button der Boundary-Toolbar.
- Zonen:
- Zone 1:
0.30–0.45→ 180 kg/ha (niedrig N — schwach) - Zone 2:
0.45–0.55→ 120 kg/ha (mittel N — durchschnittl.) - Zone 3:
0.55–0.65→ 80 kg/ha (wenig N — entwickelt)
- Zone 1:
- Export — DJI VRA-Präzisionskarte ins Traktor-Terminal (USB-Stick).
- Beginne mit dem empfohlenen 5 × 5 m Gitter — dies wird von allen Drohnen und Bodenmaschinen präzise gehandhabt. Geh nur unter 3 × 3 m, wenn die Dokumentation der jeweiligen Maschine es ausdrücklich verlangt.
- Definiere nicht zu viele Zonen — 3–5 reichen meistens. Zu viele Zonen verkomplizieren dem Bediener nur den Prozess.
- Sieh dir das Bestätigungsbild immer an — zu kleine Zonen (1-2 Zellen) oder einzelne Punkte sind oft Rauschen, lass sie besser weg.
- Speichere als Vorlage — für die nächste Saison kannst du die Zonierungsparameter beibehalten, nur die Daten werden aktualisiert.
Was solltest du NICHT tun?
Abschnitt betitelt „Was solltest du NICHT tun?“- Verlass dich nicht nur auf NDVI für die N-Düngung in entwickeltem Bestand. NDRE ist besser.
- Nutze keine sprühfreien Zonen als Dosismarkierung — diese dienen dem sicheren Flug der Drohne, nicht der Ausbringung.
- Vergiss nicht, den Export am Traktor- / Drohnen-Terminal zu prüfen — die Formate sind beim Encoding zeitweise streng, und eine falsche Einstellung kann die ganze Arbeit ruinieren.