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Feldgrenzen und Hindernisse

Die Feldgrenze (Boundary) ist das Polygon, das die Außenkontur der zu behandelnden oder zu vermessenden Fläche definiert. DroneField nutzt die Grenzen, um Ausbringungskarten, DJI-Agras- und ISOXML-Exporte zu erzeugen, und um die Flächenstatistik für den Bericht zu berechnen.

DroneField kennt vier Polygon-Typen:

TypBedeutung
FeldgrenzeZielgebiet der Maßnahme (Außenkontur)
HindernisBaum, Mast, Leitung, denen die Drohne ausweicht
SperrzoneFlussufer, Nachbargrundstück, wo nicht gespritzt werden darf
MessungNur Längen- / Flächenmessung, kein Export-Effekt

Von jedem können mehrere pro Projekt existieren. Hindernisse und Sperrzonen werden innerhalb der Feldgrenze interpretiert.

Klickst du in der linken Sidebar auf die Schicht Feldgrenzen, erscheint oben in der Karte die Grenzen-Werkzeugleiste — ein schwebendes 2-Zeilen-Fenster mit folgenden Schaltflächen:

Obere Zeile (Erstellung):

  • Hinzufügen — Start des Zeichnens eines neuen Polygons oder Kreises
  • Importieren — aus KML, SHP oder einem früheren Projekt

Untere Zeile (Bearbeitung — nur beim Zeichnen sichtbar):

  • Zurück — letzten Punkt rückgängig (⌘Z funktioniert auch)
  • Speichern — das gezeichnete Polygon speichern
  • Abbrechen — das Zeichnen abbrechen
  1. Klicke auf Hinzufügen. Ein Farb-/Typwähler erscheint: Feldgrenze, Hindernis, Sperrzone, Messung.
  2. Wähle den Typ — z. B. Feldgrenze.
  3. Klicke auf die Karte, um entlang der Kontur Vertices zu setzen. Jeder Klick ist ein neuer Vertex.
  4. Bist du fertig, drücke Return oder klicke auf Polygon schließen in der Werkzeugleiste. Der letzte Punkt verbindet sich automatisch mit dem ersten.
  5. Ein Mini-Dialog erscheint für den Namen — z. B. „Feld 856”.
  6. Klicke auf Fertig & Speichern.

Das Polygon erscheint auf der Karte und in den linken Schichten.

Hast du einen Punkt falsch gesetzt:

  • ⌘Z oder die Zurück-Schaltfläche der Werkzeugleiste — letzten Punkt rückgängig
  • Rechtsklick auf den PunktPunkt löschen
  • Das gesamte Zeichnen kannst du mit Abbrechen unterbrechen

Bei den Typen Hindernis und Sperrzone erscheint in der Werkzeugleiste auch ein Kreis-Symbol — mit einem Mittelpunkt-Klick und einer Radius-Ziehung zeichnest du eine kreisförmige Grenze. Ideal für Sicherheitszonen um Bäume, Masten.

Du kannst die Vertices eines bestehenden Polygons auch später verschieben:

  1. Klicke in der linken Schicht auf die betreffende Grenze (wählst sie aus).
  2. Auf der Karte erscheinen kleine Griffe an den Vertices.
  3. Ziehe sie an die neue Stelle.
  4. Neuen Vertex einfügen: klicke auf den leeren Griff in der Mitte jeder Kante.
  5. Vertex löschen: Rechtsklick auf den Vertex → Vertex löschen.
  6. Änderungen werden sofort gespeichert — kein separates “Save”.

Die Abbrechen-Schaltfläche der Werkzeugleiste setzt die gesamte Bearbeitung auf das ursprüngliche Polygon zurück.

Die Importieren-Schaltfläche der Werkzeugleiste öffnet ein Untermenü:

Google Earth und viele andere GIS-Programme nutzen das KML-Format. Wähl die .kml-Datei, und jedes enthaltene Polygon wird importiert.

DroneField:

  • Gruppiert die Polygone nach <Placemark>-Elementen
  • Erzeugt den Grenznamen aus dem KML-Namen
  • Enthält das KML mehrere Typen (Linie, Polygon, Punkt), werden die Polygone übernommen; die Linien als Messung-Typ
  • Arbeitet mit WGS84-Koordinaten (gemäß KML-Standard)

Hast du eine frühere Vermessung desselben Feldes in einem anderen Projekt, kannst du die Grenze von dort übernehmen:

  1. Ein Dialog listet alle deine bestehenden Projekte und die darin enthaltenen Grenzen (nach Partner / Projekt / Grenzname / Hindernis-Anzahl).
  2. Suche im oberen Feld (Partner, Projekt oder Grenzname).
  3. Wähle die passende, klicke auf Importieren.
  4. Die Grenze samt Hindernissen wird ins aktuelle Projekt übernommen.

Am schnellsten, wenn du eine Saison mehrfach zu denselben Feldern zurückkehrst.

SHP ist das verbreitetste vektorielle Format der professionellen GIS-Welt. DroneField konvertiert mit der integrierten PROJ-Bibliothek jede Projektion (CRS) nach WGS84:

  • HD72 / EOV (EPSG:23700) — ungarische nationale Projektion
  • WGS84 (EPSG:4326) — globale GPS-Projektion
  • UTM-Zonen (EPSG:326xx)
  • Web Mercator (EPSG:3857)
  • Und alle anderen, die PROJ in seiner EPSG-Datenbank kennt (~14 000 Projektionen)

Die Projektion wird automatisch aus der .prj-Datei erkannt. Hat das SHP keine .prj, wählst du manuell aus der Projektions-Liste.

Die hinzugefügte Grenze wird mitsamt Hindernissen importiert, wenn die Quelle sie enthält.

Detaillierte Beschreibung: SHP-Grenzimport von anderswo.

Die Exportieren-Schaltfläche der Werkzeugleiste öffnet ein größeres Menü:

DJI-Agras-Drohnen (T20, T30, T40 usw.) nutzen ein eigenes KML-Format. DroneField exportiert in zwei Varianten:

  • Export (ins Projekt) — eine .kml-Datei im Export/-Ordner des Projekts
  • Export (auf USB-Stick) — direkt auf den angeschlossenen USB-Stick (in der Agras-kompatiblen Ordnerstruktur)

ISOXML (ISO 11783-10) ist der Standard für industrielle Agrarmaschinen (John Deere, Case, Claas, Fendt usw.). DroneField unterstützt zwei Versionen:

  • ISOXML V3 — für ältere Traktoren
  • ISOXML V4 — für moderne Terminals

Jede ist auf zwei Wegen exportierbar:

  • Ins Projekt — in den Export/-Ordner
  • Auf USB-Stick — in der TASKDATA/-Ordnerstruktur, die das Traktor-Terminal erwartet

XAG-Drohnen chinesischer Produktion (P40, P100, V40) nutzen ebenfalls KML, aber mit anderer Struktur. DroneField unterstützt das separat.

Der Shapefile-Export erzeugt mehrere Dateien (.shp, .shx, .dbf, .prj) — in WGS84-Projektion. Lädt direkt in QGIS und andere GIS-Programme.

Bei USB-Exporten sucht DroneField automatisch nach dem angeschlossenen USB:

  • Ist ein USB-Stick da, wird er automatisch gewählt.
  • Sind mehrere da, wähle in einem Dialog den passenden.
  • Ist keiner angeschlossen, Fehlermeldung: „Kein USB-Stick gefunden! Schließe ein USB-Laufwerk an.”

Niemals den Stick während des Exports abziehen — warte bis das grüne Häkchen erscheint.

DroneField schreibt jede exportierte Datei in den Exports/-Ordner des Projekts in einer fertigen Unterstruktur — genau das Layout, das DJI Agras, XAG und Traktor-Terminals erwarten. Kopiere den vollständigen Ordner Exports/DJI/ auf das Stamm­verzeichnis des USB-Sticks — die Unter­ordner darfst du nicht umbenennen oder umstrukturieren; die Controller suchen sie unter festen Namen.

OrdnerInhalt
Exports/DJI/KML/Feldgrenz-Polygone (KML) — für den KML-Import von DJI Agras
Exports/DJI/ShapeFile/Feldgrenze als ESRI Shapefile (.shp/.shx/.dbf/.prj/.cpg) — Begleitdatei zur VRA-Dosis-Karte
Exports/DJI/Rx/Variable-Rate-Verschreibungskarte als Float32-GeoTIFF (L/ha oder kg/ha) + .tfw-World-Datei

Nach einem vollständigen DJI-VRA-Workflow sieht Exports/ so aus:

Exports/
└── DJI/
├── KML/
│ └── Feld856.kml
├── ShapeFile/
│ ├── Feld856_Boundary.shp
│ ├── Feld856_Boundary.shx
│ ├── Feld856_Boundary.dbf
│ ├── Feld856_Boundary.prj
│ └── Feld856_Boundary.cpg
└── Rx/
├── Feld856_Rx.tif
└── Feld856_Rx.tfw

Kopiere den gesamten Ordner Exports/DJI/ auf das USB-Stammverzeichnis — das endgültige Layout auf dem Stick sollte <USB>/DJI/KML/..., <USB>/DJI/ShapeFile/..., <USB>/DJI/Rx/... sein.

Wenn du sowohl die Feldgrenz-KML als auch eine VRA-Verschreibungskarte für dasselbe Feld exportierst, listet der DJI-Controller das Feld doppelt auf — einmal aus der eigenständigen KML und einmal aus der Rx-Karte (deren begleitendes Shapefile bereits die Feldgrenze enthält). Für einen VRA-Workflow ist der eigenständige KML-Export überflüssig — es reicht, nur Rx/ + ShapeFile/ zu kopieren.

Fehlersuche — der Controller findet die Datei nicht

Abschnitt betitelt „Fehlersuche — der Controller findet die Datei nicht“
  1. Dateiname — max. 12 Zeichen, nur ASCII (a-z A-Z 0-9 _ -). Umlaute (ä ö ü ß) und Sonderzeichen (Leerzeichen, / \ : * ? " < > |) sind nicht erlaubt. Beispiele:
    • Feld856.kml
    • Feld 856.kml
  2. Pfad — das USB-Stammverzeichnis muss einen Ordner DJI/KML/ (Großbuchstaben) enthalten, nicht dji/kml/. Benenne die Ordnerstruktur nicht um.
  3. USB-FormatFAT32 oder exFAT. NTFS und APFS werden von der Agras-App nicht erkannt.
  4. Cache — Stick auswerfen und erneut einstecken; in der Agras- / Pilot-2-App die Dateiliste nach unten ziehen zum Aktualisieren oder die App neu starten.

Oft gibt es keine Fehlermeldung — nur eine „leere Liste”. Auch das ist ein Zeichen für einen nicht unterstützten Dateinamen oder einen umbenannten Ordner.

Linien des Messung-Typs nutzt du nur für die aktuelle Arbeit — sie gehen nicht in den Export und beeinflussen die Ausbringungskarte nicht.

Du zeichnest eine Linie auf der Karte, und sie zeigt automatisch die Länge (in Meter). Bei einer geschlossenen Messlinie auch die Fläche (in Hektar).

Ein-/ausschaltbar mit der Messungen ein-/ausschalten-Schaltfläche der Werkzeugleiste.